Hauptschulen am Scheideweg? – GEW-Kreisverband: Stärkung dringend erforderlich

Pressemitteilung vom 24.05.2018 



GEW-Landesvorsitzende Dorothea Schäfer zog Zwischenbilanz nach einem Jahr schwarz-gelber Landesregierung

Ein Bericht von der GEW-Jahreshauptversammlung 2018

Die Landesvorsitzende Dorothea Schäfer war am 20. Juni in Emsdetten zu Gast auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung des Kreisverbandes Steinfurt der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Sie zog eine Zwischenbilanz nach einem Jahr neuer Landesregierung und nannte den Kampf gegen den Lehrermangel als die wichtigste Aufgabe der GEW in nächster Zeit.

 

Bei den von der neuen Landesregierung versprochenen Veränderungen sei die Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium am weitesten vorangeschritten, dies wohl auf Grund des starken Druckes von Seiten der Elternschaft. Wesentlich unschärfer stelle sich demgegenüber das Handlungsprofil der Landesregierung hinsichtlich des Themas „Inklusion“ dar; von einigen Kleinigkeiten abgesehen sei es hier im Wesentlichen bei unpräzisen Ankündigungen geblieben, so dass zu befürchten sei, dass die Schulen bei der Umsetzung der Inklusion weiterhin allein gelassen würden.

Als wichtigstes aktuelles Problem müsse der schon bestehende und sich noch verschärfende Lehrermangel vor allem im Grundschulbereich angesehen werden. Wolle man dieses Problem effizient angehen, bedürfe es vor allem einer besseren Besoldung dieser Lehrkräfte. Die seit Jahren von der GEW geforderte einheitliche Eingangsbezahlung für alle Lehrämter nach der Besoldungsgruppe A 13 sei daher nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit, sondern zugleich ein Hebel dazu, den Lehrerberuf in dieser Schulform attraktiver zu gestalten.


Von Seiten einzelner bildungspolitischer Vertreter der neuen Mehrheitskoalition im Landtag sei der GEW Verständnis für diese Forderung signalisiert worden, es stehe allerdings die Zusage des Finanzministeriums aus. Deshalb sei es richtig und wichtig, dass die GEW demnächst einen großen Teil ihrer Kraft auf die Durchsetzung der Forderung nach gleicher Eingangsbesoldung verwende.



 

Für langjährige Mitgliedschaft wurden von der Landesvorsitzenden Dorothea Schäfer (links) und dem Kreisvorsitzenden Heinz Schmidt (rechts) geehrt: (v.l.n.r.) Georg Schlecht (40 Jahre), Rita Deitmar-Kösters (40 Jahre), Hanna Brundiek-Wennemer (50 Jahre), Rainer Seidl (50 Jahre), Horst Hennemann (25 Jahre).



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